Tessa & Mara · Nach dem letzten Applaus
Der Abend hat
noch Schwung.
Die Veranstaltung ist vorbei. Der Abend hat andere Pläne.
Eine fiktive Geschichte. Das Bild ist KI-generiert; die Szene beschreibt kein tatsächliches Erlebnis. Mara tritt als Erzählfigur auf.

„Du gehst in die falsche Richtung“, sagt Mara.
Ich bleibe am unteren Ende der Treppe stehen. Hinter uns fällt die Glastür ins Schloss. Der letzte Applaus steckt mir noch in den Händen.
„Das Auto steht links.“
„Ich weiß.“
„Du gehst rechts.“
„Auch das weiß ich.“
Auf der anderen Straßenseite leuchtet noch ein kleines Café. Jemand schiebt gerade zwei Stühle unter einen Tisch, lässt die Tür aber offen.
„Ein Tee“, sage ich.
Mara sieht zur Uhr. „Du hast vorhin gesagt, danach direkt heim.“
„Das war vor dem letzten Stück.“
Ein Tisch
ist noch frei.
Der Wind greift unter meinen Blazer. Ich halte ihn kurz fest und muss lachen, weil Mara im selben Moment ihren Schal einfängt. Für einen Schritt sehen wir aus wie zwei Menschen, die einen sehr kleinen Sturm dirigieren.
„Wenigstens die Richtung stimmt jetzt“, sagt sie.
„Für das Auto immer noch nicht.“
Im Café fragt der Mann hinter der Theke, ob wir noch etwas möchten. Er hat das Tuch schon über der Schulter.
„Zweimal Tee?“, frage ich.
„Und das da“, sagt Mara und zeigt auf das letzte Stück Zitronenkuchen.
„Wir wollten doch nur kurz.“
„Dann teilen wir es. Das geht schneller.“
Wir bekommen zwei Gabeln und den Tisch am Fenster. Meine Clutch passt neben die Tassen. Mara zieht den Teller genau in die Mitte.
„Gerechte Teilung“, erklärt sie.
Ich schiebe ihn einen Zentimeter zu mir.
„Künstlerische Freiheit.“
Draußen geht das Licht über dem Eingang des Kulturhauses aus. Hier drinnen kommt gerade das heiße Wasser.
Das Auto kann noch zehn Minuten warten.
Dasselbe Bild. Ein anderer Treffpunkt.
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